Die Zeit berichtet über ein neues Informationssystem an der Uni Hamburg, Stine, über das man sich zum Beispiel Rückmelden und Immatrikulieren kann. Nach den langen Schlangen, die ich an manchen Unis in Deutschland gesehen habe, kann ich da nur sagen: endlich (oder vielleicht Äntligen!).
Aber nur ein paar Zeilen weiter muß ich mich schon wieder tierisch ärgern:
Ein System, das vorschreiben will, welchen Kurs man belegen soll, klingt nach Einschränkung der Wahlfreiheit. Schließlich konnte man bisher fast immer mit dem Prof reden, wenn man im Grundstudium bereits ein Hauptseminar besuchen wollte. Oder wenn man sich für ein Seminar nicht angemeldet hatte und in der dritten Semesterwoche doch dafür entschied. Das neue System lässt nicht so leicht mit sich verhandeln. Das aber liegt am System der neuen Studiengänge Bachelor und Master und nicht am Computersystem selbst.
“Stine kann nichts für Flexibilitätsbeschneidungen - die Software setzt lediglich die Bologna-Anforderungen um”, so Thorsten Hönisch vom Hamburger Asta.
(ZEIT Campus)
Wo in den Bologna-Dokumenten steht bitte, das man unflexibel zu sein hat? Sowohl der AStA-Mensch als auch die Journalistin nehmen das jedenfalls ohne Nachfrage hin.
Vielleicht ist es doch an der Zeit, meine Info-Seite zum Bologna-Prozess irgendwie in die Gänge zu bringen.